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Neon Dream

Anodyne



[Tracklist]
[Hörproben]
[Presse]
 

Anodyne
[(medicine, drug) able to lessen pain;
able to give comfort to the mind]

„Das Leben ist verzerrt, weil alles darauf ausgerichtet ist, daß jemand nach Vorgaben funktioniert, die er selbst nicht mitbestimmen darf. Er macht das, was ihm gesagt wird, und meistens merkt er es noch nicht einmal. Die den Weg vorgeben, haben ein zutiefst konservatives Weltbild. Das Empfinden wird oft unwirklich, entfremdet.“
Klaus Möllers/NEON DREAM

Auf ihrem Debüt „Anodyne“ befreien NEON DREAM den Gothic Rock von jedwedem arabesken Ballast und bekennen sich ohne Scheu zu ihren Idolen und Wurzeln im melodiösen Wave/Gothic der 80er und 90er Jahre.
In erster Linie mögen wohl THE SISTERS OF MERCY und die 69 EYES Pate gestanden haben, als „Anodyne“ aus der Taufe gehoben wurde. Doch bei aller augenscheinlichen Offenheit birgt das Album eine bemerkenswerte musikalische und inhaltliche Vielschichtigkeit: Momentaufnahmen, die in kalten Farben das subjektive Bild einer sich selbst entfremdeten Zivilisation malen, eingefaßt in klar strukturierte und eingängige Songs. Porträtstudien einsamer Helden, die von einem aufregenden Leben im bunten Neonlicht träumen, um letztlich doch wie Motten, die dem unheilvollen Licht zu nahe kommen, zu Asche zu verbrennen.
Als „klar, kraftvoll und ungeschminkt“ beschreibt die Band selbst ihren Sound, und diesen Eindruck vermitteln die fünf aus Münster auch den Besuchern ihrer Konzerte, bei denen sie ihre Songs äußerst präzise und eindrucksvoll monumental zu inszenieren verstehen, so etwa bei diversen Auftritten u. a. im Vorprogramm von CHRISTIAN DEATH, SIGUE SIGUE SPUTNIK, den MERRY THOUGHTS und CYAN und bei Festivals wie dem WAVE & GOTIK TREFFEN in Leipzig.
Mit Samplerbeiträgen auf den CD-Beilagen der Magazine ZILLO und GOTHIC, dem weiträumig verbreiteten Promosampler „Ligeia’s Death“ und „Goth is what you make it (two)“, sowie den positiven Rezensionen ihrer Vorab-MCD „Overscreening“ haben NEON DREAM einen guten Nährboden für einen Erfolg ihres Debüts geschaffen.

     
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Trackliste:

1 – Incoming
2 – Neon Dream
3 – Whining Sounds
4 – Red Light Anodyne
5 – Entrain
6 – If There Was A God
7 – Overscreening
8 – Viable
9 – Lilith



     
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Hörproben:

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Pressestimmen:

Zillo Musikmagazin (Ausgabe 7/03):

Neon Dream - „Anodyne“
Gradlinigen Gothic-Rock präsentiert das deutsche Quintett Neon Dream auf ihrem Album „Anodyne“. Während viele Bands auf dem Gothic-Metal-Highway im Stau stehen, umgehen Neon Dream diesen geschickt durch eine Vergangenheitsflucht. So lebt in ihren Kompositionen der Gothic-Rock der 80er und 90er Jahre wieder auf, klingt eher zeitlos als antiquiert und dürfte problemlos eine Heimat in den Herzen der Anhänger traditionellen Gothic-Rocks finden. Neon Dream konzentrieren sich in ihrer Musik auf das Wesentliche, überladen ihre Klangbilder nicht mit einem überfrachteten Sound, sondern erreichen das Hörerohr durch zurückhaltenden, aber von berührenden Emotionen durchzogenen Umgang mit den Instrumenten. Obwohl von den Sisters Of Mercy beeinflusst, verkommen sie nicht zu einer Kopie. Sänger Klaus ist es gelungen, seiner markanten Stimme eine eigene Note zu verleihen, die dennoch eine gothicartige Aura versprüht. Über weite Strecken tanzen Neon Dream auf der balladesken Seite der Dunkelheit, stricken melancholisch getränkte Düsternummern. Wenn sie mit dem Metal anbändeln, geschieht das nicht über plumpe Riffpower, sondern über verspielte Melodic-Metal-Akkorde. „Anodyne“ – ein vorwärts schauender Rückblick! (Frank Rummeleit)


www.metal.de / www.wavegothic.de:

Neon Dream – „Anodyne“ (7 von 10 Punkten)
Beim Hören von Neon Dream schießt mir sofort eine Frage durch den Kopf: was machen eigentlich The Merry Thoughts? Die Debütanten von Neon Dream können mir diese Frage zwar auch nicht beantworten, aber ihr Sänger hat doch ein Timbre, welches oft an den ultimativen Sisters-Klon erinnert. Und auch Neon Dream können eine Verwandtschaft zu den Sisters nicht verleugnen, doch da ist mehr. Sie nehmen das ganze Goth Rock-Genre und verarbeiten es zu einem homogenen, funktionierenden Sound. So klingen die teils old-schooligen Strukturen auch zu keinem Zeitpunkt altbacken, wenn auch moderne Elemente in dem Sound Seltenheitswert haben. Jedoch fehlt es Neon Dream noch an songschreiberischen Qualitäten, denn so manches Mal verlaufen die Stücke im Nichts oder der Refrain will nicht wirklich zünden. Doch wenn die noch junge Formation weiterhin ihren Weg geht, könnten sie vielleicht bekannter als die, inzwischen in der Versenkung verschwundenen, The Merry Thoughts zu ihrer Zeit waren werden. Die Grundlagen dafür sind da. (Asmondeus / 20.06.2003)


www.darkheartmagazin.get.to/:

Neon Dream - „Anodyne“
Neon Dream bieten auf ihrer aktuellen CD Anodyne besten Gothicrock in Tradition alter Meister wie etwa Sisters Of Mercy oder Fields Of The Nephilim. Die CD enthält neun Songs - der Opener „Incoming/Neon Dream“ ist gleich eine wunderschön gehaltene Ballade zwischen düsteren Gitarrenklängen, Streichern und weiblichem Heavenly Voices Backgroundgesang. „I’m Ashes“ - die Kernaussage des Sängers Klaus bringt alles auf den Punkt, was die Stimmung dieses Albums zu bieten hat. Das Album enthält neun Songs wobei als Anspieltipps zu empfehlen sind: „Neon Dream“ und „Overscreening“. Fazit: Goth not dead! Eine neue Hoffnung am Gothicrockhimmel.


Amboss Magazin (www.amboss-mag.de):

Neon Dream - „Anodyne“
Gothic Rock
Und da werden sie wieder schreien: Blasphemie, Kopie, klischeehaft. Genau diese Leute sind es dann, die dieses Werk heimlich beim Gläschen Wein und in Kerzenschein gehüllt mit gefühlvoller Nostalgie in sich aufnehmen. Die Münsteraner verleugnen nicht ihre Wurzeln, nein, sie wässern sie mit Herzblut und einer gefühlvoll inszenierten Orgie. Neun Songs, die düster melancholisch dahinschleichen, sich einer tiefgreifenden Melodie unterwerfen und trotzdem von morbider Eleganz besetzt der Dunkelheit frönen. Neon Dream spielt mit dem Genre Gothic Rock und lässt immer wieder geschickt ein wenig Pop Appeal einfließen. Besonders ruhige Stücke wie das fesselnde „Entrain“ überzeugen mit ihrer getragenen Eleganz. Das Ganze integriert in eine leicht ansteigende Tempokurve. Das Intro als Spieluhr umgesetzt dient als perfekter Einstieg. Denn auch fortan gibt sich die Band sehr verspielt. Mit dem teilweisen Einsatz einer weiblichen Stimme gelingt es sogar eine gewisse Eigenständigkeit zu erreichen. Die dunklen Vocals von Sänger und Bassist Klaus sind in ihrer Stimmbandvibration derer von Andrew E. oder Jyrki nicht unähnlich, allerdings versucht er sich nie als Kopie, sondern dankt den Genen. Hervorragend das acht-minütige „Viable“, was ich musikalisch als perfekte Symbiose aus „Faith“ (The Cure) und „Reptyle House“ (Sisters) bezeichnen möchte, welches sich durch die Jahrzehnte schleicht und gleichsam als Beschreibung für die erste von der Natur gegebene schwarze Rose stehen könnte. Düsternis, Depression und Melancholie vereinigen sich zu einem einzigartigen Soundtrack. Sollte der Gothic Rock jemals sterben, haben Neon Dream genügend Steine für dessen Denkmal erzeugt. (Andreas)


Nocturnal-Hall.de:

Neon Dream - „Anodyne“
Von: Calani
Punkte: 7,5 von 10
Wieder einmal musste ich erkennen, dass ich mich in meiner „häuslichen“ Umgebung kaum auskenne. Nur durch Zufall stolperte ich über die Labelnews von Équinoxe (ein kleines aber feines Gothiclabel) und somit über Neon Dream, die aus meiner Heimatstadt stammen. Mit „Anodyne“ präsentieren die 1996 gegründeten Münsteraner - die eigentlich schon passé waren, ihr Labeldebüt. Hier beweist sich wieder einmal, das man mit Hartnäckigkeit weiterkommt. Mit beinahe komplett neuem Line-up hat man sich zusammengerauft und an alte Pfade angeknüpft. Herausgekommen ist ein wunderbares und trotz Gitarren satt, eher ruhiges Gothic Rock Album, das zu begeistern weiß. Im Vergleich zu älteren Songs hat man sich inzwischen von der Nähe zu Sisters Of Mercy freigemacht und versucht nun, einen eigenen Stil zu finden. Dezente Verweise sind dennoch zulässig. Aber ich würde Neon Dream lieber in die Ecke mit Bands wie Love Like Blood, Funhouse, The Merry Thoughts oder von der Stimme her Dance Or Die stellen wollen. Nur freiwillige Vergleiche mit The 69 Eyes sollten die Jungs zukünftig vermeiden, denn „Anodyne“ liegt zum einen qualitativ auf einem weit höheren Level und ist zum anderen weder kommerziell, noch anbiedernd und auch nicht kitschig. Allerdings rocken alle eben erwähnten Bands etwas mehr. Neon Dream sind eher besinnlich, nach innen gekehrt. Was ja kein Nachteil sein muss. Die Stimme von Sänger Klaus hat was Erotisierendes, kriecht wohlig den Rücken rauf und verleiht dazu, sich komplett in die Songs fallen zu lassen. Ebenfalls extrem nach meinem Geschmack sind die melancholischen aber nie aufdringlichen Leadgitarrenparts und Solos von Randy (seines Zeichens Mitbegründer der legendären Pestilence und Sacrosanct). Nur mit der Stimme von (Gast)Sängerin Sandra kann ich nichts anfangen. Bereits beim Opener „Neon Dream“ wirkt sie irgendwie fehl am Platz. Nicht, das die Dame nicht singen könnte, weit gefehlt. Aber es passt einfach nicht zur restlichen Musik, wirkt störend, sperrig, klischeehaft. Glücklicherweise kommt sie nicht oft zum Zuge (nur noch bei „If There Was A God“ und „Overscreening“). „Neon Dream“ selbst ist dabei ein Song, der eigentlich sofort in Ohr und Beine geht. Titeltrack „Red Light Anodyne“ und vor allem Entrain sind zwei arschgeile Songs – meine persönliches Favoriten. Auch positiv zu erwähnen sind die Keyboards, nie plakativ und alles zukleisternd im Vordergrund, sondern immer schön dezent, songdienlich und abwechslungsreich. Nach den sehr ruhigen „If There Was A God“ und „Overscreening“, wird beim Rausschmeißer „Lilith“ noch mal richtig gerockt.
Über das gesamte Album gesehen, wirkt der Gesang dann doch etwas eintönig, da kaum mit der Stimme gearbeitet wird. Es kommt recht selten vor, das der Sänger die Stimme mal hebt, akzentuiert oder es gar zu energetischen Ausbrüchen kommt. Insgesamt ist „Anodyne“ jedoch ein gelungenes Debüt mit viel Atmosphäre und Seele, dass nicht nur schwarzen Seelen wärmstens empfohlen werden kann.


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